Die AOK-Initiative für Familien
Ein Ausflug ins Freibad ist gut für Eltern und Kind. Doch Vorsicht: Das Kind erkältet sich schnell.
Tag am Wasser

 

 

Freibad: Tipps für einen ent­spann­ten Familien­ausflug

Im Sommer ist das Freibad einer der schönsten Orte für einen Familienausflug. Es ist preisgünstig und bietet Spiel und Spaß für Groß und Klein. Die zehn wichtigsten Tipps für einen entspannten Tag im Freibad lesen Sie hier.

  • Sonnencreme und Schattenplatz: Sonnencremes müssen 30 Minuten vor dem Sonnen auf die Haut. Beachten Sie den Hauttyp und den dazu passenden Lichtschutzfaktor, besonders bei Ihren Kindern. Und selbst wasserfeste Sonnencreme hält nicht ewig. Regelmäßiges Eincremen ist deshalb unumgänglich. Der Schatten bietet zwar etwas Hautschutz, trotzdem ist Eincremen Pflicht.
  • Duschen vor dem Baden nicht vergessen: Stichproben zeigen, wer ungeduscht ins Becken steigt, belastet das Wasser mit Schmutz, Schweiß und Hautpartikeln bis zu sechzigmal mehr als Schwimmer, die sich vorher gründlich waschen.
  • Erst abkühlen und dann ins Wasser: Wer erhitzt ins kalte Wasser hechtet, riskiert einen Kreislaufkollaps oder Herzinfarkt. Der plötzliche Kältereiz lässt den Blutdruck steigen. Gleichzeitig ziehen sich die Gefäße zusammen, das Herz wird stark belastet. Daher immer langsam abkühlen.
  • Nicht mit vollem Magen ins Becken: Mit Pommes und Würstchen im Bauch ist Pause angesagt, eher länger als kürzer. Der Körper benötigt für die Verdauung mehr Blut im Magen-Darm-Trakt, das dann Muskeln und Gehirn fehlt. Kräfte und Reflexe lassen nach, Übelkeit und Schwindel drohen, wenn Sie sich anstrengen.
  • Auf Wasserkanonen und Riesenschwimmtier verzichten: Bietet das proppenvolle Becken nur noch Stehplätze, sind große Schwimmtiere fehl am Platz und passen lieber auf Handtuch und Sachen auf. Überdimensionierte Wasserspritzen führen aufgrund ihrer Druckkraft aus nächster Nähe sogar zu Verletzungen.
  • Keine Zitterpartie – wer friert, muss raus: Ein ausgekühlter Körper ist geschwächt und neigt zu Krämpfen. Übrigens sind blaue Lippen ein Zeichen, dass Sie die angemessene Badedauer bereits überschritten haben. Wer friert, muss raus aus dem Wasser.

So macht Planschen richtig Spaß

  • Wasserreste können nicht im Ohr bleiben: So albern das Schütteln und Hüpfen auch aussieht – Wasserreste im Ohr müssen raus. Durch sie können Dreck, Bakterien und Keime in den Gehörgang gelangen. Infektionen sind die Folge. Bitte nicht mit Fingern oder Wattestäbchen im Ohr bohren. Damit riskieren Sie Verletzungen am Trommelfell.
  • Raus aus den nassen Klamotten: Umziehen nach dem Baden ist nervig, aber wichtig. So vermeiden Sie und ihre Kinder eine Blasenentzündung. Kühlt der Unterleib aus, verlangsamt sich die Durchblutung, die Immunabwehr ist geschwächt und Bakterien haben leichtes Spiel. 
  • Schnell reagieren, wenn eine Wespe sticht: Es ist leider so – ein Freibad ohne Wespen gibt es nicht. Ihre Stiche sind schmerzhaft und bei einer Allergie gefährlich. Je schneller Sie die Einstichstelle kühlen, desto weniger schwillt er an. Badeschuhe schützen vor krabbelnden, Strohhalme im Glas vor schwimmenden Plagegeistern. Achtung, bei Stichen im Mund- und Halsbereich schwillt die Luftröhre zu. Sofort den Notarzt rufen!
  • Sportlich im Wasser und Vorsicht bei Wasserrutschen: Es gibt kein besseres Fitnessgerät als das Wasser. Sein Widerstand trainiert die Muskulatur bei jeder Bewegung. Der Auftrieb schont die Gelenke, der Wasserdruck massiert. Und der Körper verbraucht Kalorien, um nicht auszukühlen. Der größte Spaß im Freibad erwartet Familien auf der Wasserrutsche. Sie gehört aber auch zu den größten Unfallquellen. Da gibt´s nur eins: Hinweise für die Benutzung der Rutsche befolgen, Abstand halten und mit kleineren Kindern ein Eis essen gehen, wenn zu viel los ist.  Mit diesen Tipps im Hinterkopf wird der nächste Familienausflug ins Freibad für Mama, Papa und Kinder ein Riesenbadespaß.