Die AOK-Initiative für Familien
Der große Bruder des Federballs

 

 

Badminton – mit Rückschlägen umgehen

Badminton ist ein schneller und actionreicher Hallensport. Ihre Familie kann zu zweit oder zu viert spielen – ab und zu oder regelmäßig im Verein. Warum der Federball-Sport perfekt für Ihren Nachwuchs ist, lesen Sie hier.

Federball und Badminton: kleiner und großer Bruder

Federball und Badminton werden oft in einen Topf geworfen. Gerade weil es viele Gemeinsamkeiten gibt, sind die Unterschiede vielen nicht klar. Für Federball brauchen Ihre Kinder mindestens zwei Federballschläger, einen passenden Ball und einige Quadratmeter Platz. Ob Park, Hof oder Garten – beinahe jeder Ort taugt als Spielfeld.

Das Ziel beim Federball: den Ball möglichst lange in der Luft halten. Beim Spiel mit Freunden oder Geschwistern entwickeln Ihre Kinder ein Gefühl für den Schläger, die Schläge und den Ball. Bewegung macht Ihren Kindern nicht nur Spaß, sie weckt auch den sportlichen Ehrgeiz. Zugleich ist Federballspielen eine gute Vorbereitung fürs Badminton.

Badminton: rasant, sportlich und spannend

In jeder größeren Sporthalle entdecken Sie Markierungen für Badminton-Felder. Ein Feld ist 13,40 Meter lang, 6,10 Meter breit und wird von einem Netz in zwei Spielhälften geteilt. Auch wenn das Spielfeld relativ klein wirkt: Bei rasanten Ballwechseln sausen Ihre Kinder pausenlos von vorne nach hinten, von rechts nach links. Das strengt an.

Badmintonschläger sind aus Stahl oder Carbon. Sie sind in etwa gleichlang wie Tennisschläger, sind aber schmaler und leichter und haben einen kürzeren Griff. Die Spielbälle bestehen meist aus Gummi und Kunststoff, bei den Profis aus Kork und echten Federn. Je nach Bauart und Material fliegen sie unterschiedlich schnell.

Beim Badminton zählt jeder Punkt

Ziel beim Badminton ist es, zwei Sätze mit jeweils 21 Punkten zu gewinnen – ganz egal, ob Ihre Kinder ein Einzel oder ein Doppel spielen. Ein Spiel dauert also maximal drei Sätze. Punkten können alle Spielerinnen und Spieler, jederzeit. Das Kind, das den letzten Punkt gemacht hat, ist mit dem Aufschlag dran.

2.000 Jahre alter Sport

Der Name Badminton geht zurück auf das „Badminton-House“ im Südwesten Englands. Im 19. Jahrhundert stellte ein Adeliger die Sportart dort offiziell vor. Sie stammt aus Indien und heißt dort „Poona“. Zeichnungen in indischen Höhlen belegen, dass Menschen seit mehr als 2.000 Jahren Badminton spielen.

Badminton: In welchem Alter sollten meine Kinder spielen?

Spielen Ihre Kinder in ihrer Freizeit gerne Federball, können sie im Alter von sechs Jahren in den Badminton-Verein eintreten. Hier trainieren Mädchen und Jungen gemeinsam und treten bei Wettkämpfen gegeneinander an: Neben dem Einzel und dem Doppel gibt es auch ein gemischtes Doppel, das sogenannte Mixed.

Durch die blitzschnellen Ballwechsel trainiert Ihr Nachwuchs Kondition, Koordination, Reaktionsvermögen und Schnelligkeit: Während des Spiels sprinten und stoppen die Kleinen immer wieder, um gut platzierte Bälle zu erlaufen. Denn nur wer gut steht und schnell reagiert, kann punkten.

Freunde beim Training finden

Neben dem taktischen Verständnis lernen Ihre Kinder beim Badminton auch das Miteinander in der Mannschaft: Mädchen und Jungen feuern sich gegenseitig an, sie gewinnen und verlieren im Team und finden dadurch leicht neue Freunde.

Tipp: Beim Badminton kommen Ihre Kinder gehörig ins Schwitzen. Deshalb sollten Ihre Sprösslinge stets Handtücher und warme Jacken mit zum Training nehmen. So vermeiden sie eine Erkältung.

Was brauchen meine Kinder fürs Badminton?

Für den Anfang reichen einfache Sportbekleidung und ein Paar Hallenschuhe. Leihschläger haben die meisten Vereine auf Lager. Später können Sie ab 40 Euro einen Schläger im Fachhandel kaufen. Die Kosten für eine Mitgliedschaft im Verein belaufen sich im Jahr auf ungefähr 60 Euro.