Die AOK-Initiative für Familien
Mädchen spielt Beach-Volleyball am Strand
Baggern, pritschen, schmettern

 

 

Beach-Volleyball – sandiger Teamsport

Beach-Volleyball heißt: baggern, pritschen und schmettern, Sonne, Wind, Sand und ein aktives Sommergefühl – auch schon bei Kindern. Was Sie und Ihre Familie als Einsteiger wissen müssen, lesen Sie hier.

Ab welchem Alter können meine Kinder Beach-Volleyball spielen?

Mit dem „Beachen“, wie Spielerinnen und Spieler den Sport auch nennen, kann Ihr Nachwuchs schon früh anfangen. Bringen die Kleinen die motorischen und koordinativen Voraussetzungen mit, steht den ersten Ballwechseln mit sieben oder acht Jahren nichts im Weg.

Was brauchen meine Kinder für den Einstieg?

Am Anfang brauchen Ihre Kinder weder ein Spielfeld, noch ein Netz, noch ein Punktesystem. Ein Beach-Volleyball, den Sie in fast jedem Sportgeschäft kaufen können, und ein oder mehrere Mitspieler sind genug, um den Ball zur Übung hin und her zu spielen. So gewinnen Anfänger problemlos Sicherheit und trainieren die Techniken, die für das actionreiche Spiel zwingend nötig sind. Eine Wiese oder eine ruhige Seitenstraße sind für ein Anfängertraining gut geeignet und ausreichend. Bestenfalls bleibt der Ball die ganze Zeit in der Luft.

Welche Techniken sollten meine Kinder zuerst lernen?

Das sogenannte Baggern ist die bekannteste und einfachste Möglichkeit, den Ball zu spielen. Vor allem bei der Annahme und beim Zuspiel kommt diese Technik zum Einsatz: Dabei spielen Ihre Kinder den Ball immer von unten. Ihre Arme sind ausgestreckt, ihre Handballen berühren sich. Um den Ball exakt zu spielen und zu kontrollieren, versuchen sie, ihn möglichst nah an den Handgelenken zu treffen.

Anders als beim Baggern spielen Ihre Kinder den Ball beim Pritschen über dem Kopf. Beide Zeigefinger und Daumen bilden dort ein Dreieck. Bei der Annahme des Volleyballs sollten Handgelenke und Ellenbogen ein wenig nachgeben. Bei der Weitergabe soll dieser Schwung mitgenommen werden, um am Ende der Ausführung ausgestreckte Arme zu haben. Idealerweise spielen nur die vorderen Fingerglieder den Ball.


Bei der dritten Schlagvariante, dem Schmettern, berührt nur eine Hand den Ball – dafür umso fester. Dafür strecken die Spielerinnen und Spieler die Schlaghand über dem Kopf aus und treffen den Ball mit dem Handballen und größerer Wucht. So wird der Beach-Volleyball besonders schnell, ohne dass die Spielerinnen und Spieler die Kontrolle über ihn verlieren.

Warum ist Beach-Volleyball ein idealer Kindersport?

Beach-Volleyball ist eine tolles Rundum-Paket: Vor allem die Beinmuskulatur und die Schnell- und Sprungkraft werden spielerisch trainiert. Zugleich fördern die Bewegungen während der schnellen Ballwechsel das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen, das Körperbewusstsein und die Ausdauer. Auch die Koordination spielt eine wichtige Rolle: So trainiert Beach-Volleyball beispielsweise die Hand-Auge-Koordination.

Die wichtigsten Regeln beim Beach-Volleyball

Spielzug

Jeder Ballwechsel beginnt mit dem Aufschlag. Um den Ball zurückzuspielen, hat das andere Team seinerseits bis zu drei Ballkontakte. Und auch danach gilt: Mit der dritten Ballberührung muss der Ball über das Netz.

Zählen

Ein Spiel geht über zwei Gewinnsätze: In den ersten beiden Sätzen brauchen die Teams 21, im eventuell dritten und letzten Satz 15 Punkte für den Satzgewinn. Wer punktet, hat danach immer auch Aufschlag.

Körpereinsatz

Die Spieler dürfen den Ball mit jedem Körperteil spielen. Selbst mit dem Fuß. Eine Ausnahme stellt die Angabe dar. Hierfür sind Hand oder Arm vorgeschrieben.

Spielzug
Zählen
Körpereinsatz

Abgesehen davon trainiert das „Beachen“ Konzentration und Koordination. Wenn jeder Punkt zählt, muss jedes Zuspiel im Angriff sitzen. Nur mit viel Kraftaufwand können Spieler fehlgeleitete Bälle erlaufen und Fehler korrigieren. Der weiche Untergrund fordert zudem viel Geschick, schont aber dafür den Körper eher als ein harter Hallenboden.

Auch wenn es beim Beach-Volleyball auf beiden Seiten des Spielfelds nur Zweierteams gibt: Das Spiel auf Sand ist ein Teamsport durch und durch. Ihre Kinder lernen, sich auf andere Teammitglieder zu verlassen, Rücksicht zu nehmen und auch schwächere Spielerinnen und Spieler zu integrieren. So schult das „Beachen“ auch die Persönlichkeit. Und eine Menge Spaß macht es auch.