Die AOK-Initiative für Familien
Zwei Mädchen mit Schutzausrüstung beim Inlineskaten.
Inline­skaten macht Spaß und hält fit

 

 

Inlineskaten: Tipps für Eltern

Inlineskaten macht Kindern und Erwachsenen Spaß. Das rasante Dahingleiten auf acht Rollen trainiert die Ausdauer und hält fit. Worauf Sie als Eltern achten sollten, damit für Ihr Kind beim Skaten alles rund läuft.

Seit den 90er Jahren hat sich Inlineskaten in Deutschland zu einer der beliebtesten Sportarten entwickelt. Das Fitnesstraining auf Inlineskates trainiert Herz, Kreislauf und Muskeln Ihres Kindes. Dabei schonen die fließenden Bewegungen Bänder, Fuß- und Kniegelenke und schulen Gleichgewichtssinn und Koordination. Außerdem macht es einfach allen Spaß und ist gesund, sich an der frischen Luft zu bewegen.

Training für junge Inlineskater

Bremsen, fallen oder ausweichen - all das muss ihr Kind als Anfänger auf wackligen Inlinern erst lernen. Viele Skate-Schulen bieten Kinder-Kurse an. Durch die richtige Lauftechnik sinkt das Unfallrisiko nachweislich.

Bremsen auf Inlineskates ist gar nicht so einfach, vor allem wenn die Strecke abschüssig ist. Nur wer bremsen kann, hat alles unter Kontrolle und kann Rücksicht auf andere nehmen und sich selbst schützen. Beim Training übt Ihr Kind Techniken wie den "Fersenstopp" oder den "T-Stopp", bei dem der hintere Schuh quer zur Fahrtrichtung über den Asphalt gezogen wird.

Auch Hinfallen will geübt sein, um Verletzungen zu vermeiden. Eine bewährte Technik ist das "Fallen auf beide Knie": Dabei fällt der Skater mit senkrechtem Oberkörper auf beide Knie, die mit Knieschützern ausgestattet sind. Sobald seine Knie den Boden berühren, verlagert er den Körperschwerpunkt nach hinten, setzt sich sozusagen auf seine Inline-Skates und bremst mit den Fußspitzen. Diese Übung sollte nur mit geeigneter Schutzausrüstung durchgeführt werden.

Inlineskaten in Zahlen

8.3 Millionen Deutsche gehen Inlineskaten.
500 Kilokalorien verbrennt Inlineskaten maximal pro Stunde.
85 Prozent der Skate-Unfälle werden durch Ausweichmanöver verursacht.

Die richtige Ausrüstung schützt

Beim Inline-Skaten brauchen Ihr Kind und Sie selbst eine Schutzausrüstung, damit Stürze möglichst ohne Folgen bleiben. Unsere Tipps für den individuellen Schutz:

  • Nehmen Sie Ihr Kind auf jeden Fall zum Anprobieren der Skates und der Ausrüstung mit.
  • Achten Sie beim Kauf der Inline-Skates auf Qualität und lassen Sie sich im Sportgeschäft beraten. Die Qualität der Stopper ist besonders wichtig: Die Bremsen am hinteren Ende der Skates sollten aus Gummi sein. Sie bremsen besser als Plastik-Stopper.
  • Die Verschlüsse der Inlineskates sollten verstellbar sein. Schmerzen oder Krämpfe sind die Folge, wenn die Schuhe zu eng sind. Sind die Schuhe zu groß, stabilisieren sie die Sprunggelenke nicht ausreichend.
  • Protektoren, also Schoner für Knie, Ellenbogen und Handgelenke sind ein Muss und dürfen weder zu eng noch zu locker sitzen. So verrutschen sie bei Stürzen nicht.
  • Ein TÜV-geprüfter Helm schützt beim Fallen und sollte genau auf den Kopf Ihres Kindes eingestellt sein.
  • Batterieleuchten, helle Kleidung und Reflektoren sorgen zusätzlich für Sichtbarkeit und Sicherheit – nicht nur abends.

Tipp: Wann Ihr Nachwuchs mit dem Skaten beginnen kann, hängt von seiner individuellen Entwicklung ab. Im Alter von drei bis fünf Jahren sind Gleichgewichtssinn, Koordinations- und Reaktionsvermögen in der Regel weit genug entwickelt.

Vorsicht beim Skaten schützt

Als Eltern sollten Sie die Verletzungsgefahr beim Inlineskaten nicht unterschätzen. Bei Geschwindigkeiten von 20 bis 30 Kilometer pro Stunde sorgen Stürze, Ausweichmanöver oder Zusammenstöße mit anderen Skatern, Fußgängern oder Radfahrern für:

  • Hautabschürfungen
  • Prellungen
  • Zerrungen
  • Verstauchungen der Gelenke
  • Knochenbrüche und andere Verletzungen

Übermut, Unachtsamkeit und zu hohe Geschwindigkeit sind in vielen Fällen die Ursachen. Bringen Sie Ihren Kindern von klein auf bei, die Augen offen zu halten und sich auf Rollen besonders umsichtig zu bewegen.