Die AOK-Initiative für Familien
Junge klettert an Kletterwand
Immer weiter nach oben

 

 

Klettern für Kinder: Der Weg ist das Ziel

Ob im Winter oder im Sommer, ob in der Halle oder am Fels – klettern können Kinder zu jeder Jahreszeit. Gemeinsam mit einem Trainer und anderen Kindern trainieren sie Kraft, Koordination und das Meistern von Herausforderungen. Wie Ihrem Kind der Einstieg gelingt, lesen Sie hier.

Mit Händen und Füßen geht es nach oben, Stück für Stück. Mit Geschick, Taktik und Körperkraft erklimmt Ihr Nachwuchs die Wand der Kletterhalle. Dabei trotzt er mutig der Schwerkraft. Nicht immer mit Erfolg: Mal verliert Ihr Kind den Halt, mal geht ihm auf halber Strecke die Kraft aus.

Schlimm ist das nicht, denn der Sport ist so faszinierend, dass Kinder es immer wieder gern probieren. Beim Klettern ist der Weg das Ziel. Das Gefühl aber, ganz oben anzukommen und eine Wand zum ersten Mal bezwungen zu haben, macht Lust auf mehr. Davon schwärmt Ihre Tochter oder Ihr Sohn noch tagelang.

Der Schlüssel zum Klettern ist, so viel wie möglich zu klettern.Lynn Hill, Profikletterin

Wie und wo Ihr Kind Klettern lernt

Als Eltern merken Sie schnell, ob Ihr Nachwuchs ein Klettermaxe ist. Bietet sich die Chance, kraxelt ihre Tochter oder ihr Sohn begeistert voran – ob im Kinderzimmer, im Garten oder auf dem Spielplatz. In diesem Fall wird es Ihnen nicht schwerfallen, Ihr Kind für den Klettersport zu begeistern.

Bei einem Schnupperkurs in einer Kletterhalle in Ihrer Nähe kann sich Ihr Nachwuchs nach Herzenslust ausprobieren: Ihr Kind erkundet die unterschiedlichen Kunststoffgriffe der Wand, lernt mit Höhe umzugehen und probiert erste Techniken aus. Die Halle stellt Kletterseil und Klettergurt, erfahrene Trainer sind immer dabei und sichern die Kinder ab.

 

Bouldern

Das Bouldern ist der kleine Bruder des Klettersports und ebenfalls eine gute Übung für Anfänger. Ganz ohne Seil und Gurt klettern die Sportlerinnen und Sportler ausschließlich an Wänden, die wenige Meter hoch sind. Weil dicke Turnmatten die Kletterer auffangen, ist ein Absprung jederzeit möglich. Das englische Wort „boulder“ bedeutet Felsbrocken.

Was Ihr Kind zum Klettern braucht

Die wichtigste Voraussetzung ist eine kindgerechte Ausrüstung, die Sie zu Beginn in allen Kletterhallen oder Klettergärten leihen können. Falls Sie Ihrem Nachwuchs später eigene Klettersachen kaufen wollen, achten Sie darauf, dass Sie spezielle Kindergurte kaufen. Diese geben dem Körper mehr Halt und passen sich an, wenn Ihre Kind noch wächst.

Das gehört zur Kletterausrüstung

Klettergurt

Der Klettergurt muss gut und bequem sitzen und darf auf keinen Fall einschneiden. Eltern sollten beim Kauf darauf achten, dass die Größe verstellbar ist, da Ihr Kind noch wächst.

Sicherungsgerät

Bei einem Sturz hängt das gesamte Gewicht des Kletterers am Sicherungsseil. Ohne Unterstützung kann die Person, die den Kletterer sichert, das Gewicht kaum halten. Darum verstärkt ein Sicherungsgerät die Bremskraft.

Karabinerhaken

Der Karabinerhaken ist ein Haken, der durch einen Klappverschluss mit fest zuschnappender Feder gesichert ist. Er ermöglicht das schnelle Befestigen der Kletterseile an der Wand.

Magnesiumbeutel

Für besseren Halt reiben sich die Sportler vor dem Klettern Magnesium auf die Handflächen. So vermeiden sie, dass sie schwitzen und abrutschen. Beim Klettern tragen sie einen Magnesiumbeutel am Gürtel, auch Chalkbag genannt.

Kletterschuhe

Gute Kletterschuhe müssen eng sitzen, dürfen aber nicht unbequem sein. Lassen Sie sich bei der Auswahl Zeit und geben Sie Ihrem Nachwuchs die Chance, unterschiedliche Passformen anzuprobieren.

Klettergurt
Sicherungsgerät
Karabinerhaken
Magnesiumbeutel
Kletterschuhe

Was Ihr Kind beim Klettern trainiert

Klettern trainiert den ganzen Körper, vor allem aber den Gleichgewichtssinn, die Gelenkigkeit und die Muskulatur, da Ihr Kind beim Klettern viel Kraft aufbringen muss. An der Kletterwand zählt nur die nächste Bewegung: Alltag und Schulstress rücken schnell in den Hintergrund, Konzentration und Durchhaltevermögen steigen. Darüber hinaus ist Klettern ein Teamsport: Das gegenseitige Absichern stärkt den Zusammenhalt und lehrt Ihren Nachwuchs, Verantwortung zu übernehmen.