Die AOK-Initiative für Familien
Kind balanciert auf Slackline.
Herausforderung für Körper und Geist

 

 

Slacklining – Balancieren für Fortgeschrittene

Ist Ihre Familie auf der Suche nach einem neuen Sport, der Körper und Geist in vielerlei Hinsicht fordert? Dann probieren Sie doch gemeinsam Slacklining aus, eine junge Sportart, die viel Geschick und Konzentration erfordert.

Was ist Slacklining?

Slacklining ist eine moderne Form des Seiltanzes – ein Balanceakt für Jung und Alt, der beinahe überall möglich ist. Das Drahtseil der Slacker, wie die Balancekünstler heißen, ist ein 2,5 bis 5 Zentimeter breites Gurt- oder Schlauchband. Da es in der Regel aus Nylon besteht, gibt es nach, sobald jemand darauf tritt. Der Effekt: Der Balancierende muss jede einzelne Bewegung mit einer weiteren ausgleichen, damit er nicht fällt.

Info:

Schon gewusst? Der Name der angesagten Sportart kombiniert zwei englische Begriffe: „Slack“ bedeutet lasch oder locker. „Line“ heißt übersetzt Band.

Warum ist Slacklining so faszinierend?

Zu Beginn brauchen Eltern und Kinder vor allem eines: Geduld. Anfänger ringen auf der elastischen Leine oft vergeblich um einen festen Stand und fallen schnell wieder herunter. Aber der Ehrgeiz, nicht gleich nach dem Aufsteigen wieder auf dem Boden zu landen, ist schnell geweckt. Mit jedem weiteren Versuch klappt es besser und macht immer mehr Spaß.

Spielerisch trainiert Ihre Familie so Balance und Durchhaltewillen. Darüber hinaus fasziniert die besondere Kombination aus Ruhe und Anspannung. Durch die hohe Konzentration sind Ihre Kinder ganz bei sich. Die Line ist alles, was in diesem Moment zählt. Gleichzeitig strengen sie ihren Körper intensiv an. Jeder einzelne Muskel versucht, auf der wackligen Slackline die Balance zu halten – ein Supertraining für Körper und Geist.

Wie fängt Ihre Familie mit Slacklinen an?

Wie bei allen Sportarten brauchen auch beim Slacken Sportler unterschiedlich lange, bis ihnen die ersten Schritte auf dem Band gelingen. Von Anfängertipps profitieren aber alle:

  • Zu Beginn probieren sich alle einfach aus. Dabei geht es darum, ein Gefühl für den Sport zu bekommen.
  • Wer sich unsicher fühlt, fragt für die ersten Schritte auf der Line nach einer helfenden Hand, die ihn stützt.
  • Für das eigene Gleichgewicht ist es wichtig, nicht nach unten zu schauen und lieber einen nahegelegenen Punkt zu fixieren. Ein Ast oder ein Astloch am Baum sind gute Blickfänger.
  • Beim Ausbalancieren helfen ein gerader Oberkörper sowie ausgestreckte Arme und Hände.
  • Auch die Vorstellung, einen großen Ball über dem Kopf in den Händen zu halten, kann helfen.
  • Die Füße sollten Anfänger wie beim Gehen voreinander stellen und nicht zu sehr nach außen drehen.

Das wichtigste bleibt aber: üben, üben, üben. Der Rest kommt von ganz allein.

Wo kann Ihre Familie slacken?

Im Grunde können Ihre Balancekünstler fast überall ein Nylonband spannen. Alles, was Sie brauchen, sind zwei gegenüberliegende Fixpunkte, an denen Sie die Gurte befestigen. Besonders gut geeignet sind zwei Bäume auf einer Wiese im Park. Hier ist der Boden auch weich genug, um unfreiwillige Abgänge sanft abzufedern. Mit einem gepolsterten Baumschutz sorgen Sie dafür, dass Ihre Slackline die Rinde der Stämme nicht beschädigt. Spannen Sie nun Ihr Seil in Kniehöhe mit Hilfe von Schlingen, Ratschen und Karabinern.

Welches Equipment braucht Ihre Familie zum Slacklinen?

Geringer Aufwand, Riesenspaß: Eine Slackline bekommen Sie mit Zubehör bereits ab 70 Euro im Outdoor- oder Sportgeschäft. Mehr Ausrüstung benötigen Sie nicht.

Wer waren die ersten Slackliner?

Freikletterer erfanden den Sport bereits in den 1980er Jahren im kalifornischen Yosemite-Nationalpark – als Notlösung. Bei Regen waren die Felswände zu rutschig, um zu kraxeln. Eine Alternative musste her. Und so balancierten sie zunächst auf Tauen und Absperrketten, später dann auf Bändern. Da es ihnen riesigen Spaß machte, spannten die Kletterer ihre Bänder fortan auch an Sonnentagen. Und so wurde aus einer Behelfslösung die eigenständige Sportart Slacklining.