Die AOK-Initiative für Familien
Bewegungsmangel ist für viele Kinder in Deutschland ein Problem
Winter­gemüse liefern Vitamine

 

 

Immunsystem stärken: Kinder im Winter gesund ernähren

Wenn an jeder Ecke Schnupfen und Husten lauern, braucht Ihre Familie einen verlässlichen Schutz. Mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung stärken Sie Ihr Immunsystem. Die AOK hat Tipps, wie Ihnen das mit regionalem Wintergemüse problemlos gelingt.

Wintergemüse – regional und gut

Eine besonders vitaminreiche Küche stärkt in der kalten Jahreszeit die Abwehrkräfte. Neben Obst, Nüssen und Pflanzenölen sind regionale Wintergemüse Teil einer gesunden Ernährung. Sie liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe: Grünkohl enthält beispielsweise mehr Vitamin C als Apfelsinen, die möglicherweise wochenlang gelagert wurden. Besonders gut eignet sich Wurzelgemüse für feurige Eintöpfe und Suppen.

Entdecken Sie gesundes Wintergemüse

Gewürze für die kalte Jahreszeit

Fenchel, Kümmel, Muskat und Koriander sind Gewürze, die wunderbar zu eisigen Wintertagen passen. Pfeffer, Chili, Curry und Ingwer können sogar ein wahres Feuer entfachen. Sie regen die Durchblutung an und wärmen unseren Körper von innen. Das gilt auch für weihnachtliche Zutaten wie Zimt, Vanille, Anis, Gewürznelken und Kardamom. Ihre Aromen sind außergewöhnlich und die Gewürze obendrein sehr gesund: Wussten Sie schon, dass Zimt Keime tötet und Kardamom die Verdauung fördert?

Ein Speiseplan hilft beim Kochen

Wenn Sie Kinder haben, ist ein Speiseplan eine praktische Organisationshilfe. Er erleichtert Ihnen das vollwertige und ausgewogene Kochen und spart Zeit im Alltag. So berücksichtigen Sie auch leicht die Vorlieben aller Familienmitglieder. Am besten setzen Sie sich mit Ihren Kindern einmal in der Woche zusammen und planen die gemeinsamen Essen der kommenden sieben Tage. Am Ende gilt: Wer rechtzeitig plant, hat die Hälfte der Arbeit bereits erledigt.

Portionsgröße und Ernährungspyramide:

Rechnen Sie als Portion beim Essen grob mit "einer Handvoll": Je größer die Hand eines Essers, desto größer die Ration. Eine Ernährungspyramide hilft Ihnen einzuschätzen, wie viel Gemüse und Obst pro Tag nötig sind, um sich selbst und Ihren Nachwuchs gesund zu ernähren.

Künstliche Nährstoffe sind überflüssig

Ob als Kapseln, Tabletten oder in Pulverform – chemische Nahrungsergänzungsmittel wie Multivitamintabletten enthalten Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe oder Eiweiße in konzentrierter Form. Die künstlichen Zusatzstoffe sind überflüssig, wenn Sie Ihren Körper durch eine ausgewogene Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Eine einseitige Ernährung können Sie dagegen auch durch künstliche Nährstoffe nicht ausgleichen.

Trinken – viel und regelmäßig

Obwohl viele Menschen im Winter weniger Durst verspüren, gilt es auch in der kalten Jahreszeit, möglichst viel zu trinken. Durch regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme bleiben die Schleimhäute Ihrer Nase trotz trockener Heizungsluft feucht und wehren Krankheitserreger erfolgreicher ab. Als Getränk eignen sich besonders ungesüßte und nicht aromatisierte Teesorten wie Kräuter, Ingwer, Holunder oder Lindenblüte. So können Sie sich und Ihrer Familie etwas Gutes tun, wenn es draußen friert und schneit.

Süßigkeiten machen Laune

Vielen Menschen drückt die dunkle Winterzeit aufs Gemüt. Süße Kleinigkeiten wie Bitterschokolade, Trockenfrüchte oder fettarme Mandelplätzchen mit Honig stimmen uns gleich ein wenig fröhlicher. Deswegen naschen wir um Weihnachten so gerne. Damit unser Körper keinen Heißhunger nach Zucker entwickelt, ist es wichtig, dass wir uns hin und wieder eine Nascherei gönnen und diese auch genießen.

Fazit

Jeder kann sein Immunsystem stärken. Ausgewogen kochen und essen ist ein erster Schritt. Bekochen Sie Ihre Familie in der kalten Jahreszeit mit vitaminreichem Wintergemüse wie Grünkohl, verwenden Sie wärmende Gewürze und trinken Sie ungesüßte Kräutertees.

Semra Köksal ist Diätassistentin und arbeitet als Ernährungsberaterin bei der AOK Nordost. Im AOK Ratgeber-Forum Eltern & Kind berät sie Versicherte zu den Themen Diabetes und ernährungsabhängige Erkrankungen – auch bei Babys und Kindern.