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Zähneputzen nicht vergessen

 

 

Karies bei Kindern – und wie Sie vorbeugen

Wenn Kinder Zahnschmerzen haben, ist es meistens Karies. Wodurch sie entsteht und wie Ihre Kinder der Zahnfäule vorbeugen können, lesen Sie in diesem Artikel.

Jede Karies beginnt mit Zahnbelag. Darin hausen unzählige Bakterien, die den Zähnen Ihrer Kinder gefährlich werden können. Ihr Stoffwechsel produziert Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und für die Entstehung von Karies verantwortlich sind. Zu Beginn können Sie entstehende Karies als kreidig-weiße Flecken auf der Zahnoberfläche Ihrer Sprösslinge erkennen.

Symptome der Karies

Aus den unauffälligen Flecken werden bei fortschreitender Krankheit allmählich Löcher. Die Karies frisst sich in den Zahn und greift tiefere Zahnschichten und später auch den Nerv und die Wurzel an. Darauf reagiert der Zahn empfindlich und mit Schmerzen – besonders, wenn Ihr Nachwuchs Kaltes oder Süßes verspeist. Ohne Behandlung zerstört die Karies den Zahn mit der Zeit ganz.

Karies behandeln

Im Anfangsstadium können Sie die Karies noch aufhalten: Bei Verdacht reicht es aus, wenn sich Ihr Nachwuchs regelmäßig mit fluoridhaltiger Zahnpasta die Zähne putzt. Alternativ trägt Ihr Zahnarzt Fluorid auf die Zahnoberflächen auf. Bei Löchern ist der Gang zum Zahnarzt allerdings Pflicht. Er bohrt die Löcher auf, füllt sie und stoppt so die Karies.

 

Was beim Zähneputzen wichtig ist

Das sicherste Mittel gegen Karies ist die Zahnbürste. Sie entfernt Beläge und sorgt für saubere Zähne. Ihr wichtigster Partner ist eine Zahnpasta, die Fluorid enthält, das die Zähne widerstandsfähiger gegen Karies macht. Eine Paste für Kleinkinder sollte 0,05 Prozent Fluorid enthalten. Oftmals finden Sie auf der Verpackung die Angabe „500 ppm“, das bedeutet „Teile von einer Million“. Zahnpasta mit mehr als 0,1 Prozent Fluorid ist dagegen die richtige Wahl, sobald die bleibenden Zähne Ihrer Kinder im Alter von etwa sechs Jahren durchbrechen.

Wie Fluoride wirken

Fluoride helfen, die Zähne mit fehlenden Mineralstoffen zu versorgen. Gerade Kalziumphosphate, aus denen Zähne hauptsächlich bestehen, werden dank Fluoriden schneller in den Zahnschmelz eingebaut. Die Zeit, in der Bakterien Schwachstellen im Schmelz nutzen können, wird dadurch kürzer und das Kariesrisiko geringer.

Zuckerarme Ernährung beugt Karies vor

Vor allem Zucker fördert den Stoffwechsel der Bakterien und die Produktion von gefährlichen Säuren. Trotzdem müssen Ihre Kinder nicht ganz auf Süßigkeiten verzichten. Löchern in den Zähnen können Sie auch vorbeugen, indem Ihre Familie gezuckerte Lebensmittel, Getränke, Bonbons oder Kaugummis nur in Maßen genießt. Dabei kommt es auch darauf an, dass Kinder wie Erwachsene ihre Zähne ausreichend und regelmäßig pflegen.

Doch nicht nur beim Zähneputzen, auch beim Einkaufen und Kochen können Sie etwas für die Zahngesundheit Ihrer Familie tun: Bereiten Sie Speisen beispielsweise immer mit fluoridhaltigem Salz zu. Oder kaufen Sie ein Mineralwasser, das viel Fluorid enthält. Der Grund: deutsches Leitungswasser enthält in den meisten Regionen kaum Fluorid.