Die AOK-Initiative für Familien
Kinderzeichnung: rauchende Eltern
Passiv­rauchen ist ungesund

 

 

So schützen Sie Ihre Kinder vor Zigarettenrauch

Für Erwachsene ist Rauchen ungesund. Noch gefährdeter aber sind Kinder, die passiv rauchen. Warum der Qualm von Zigaretten ihnen besonders schadet und wie rauchende Eltern ihren Nachwuchs schützen, erklärt unser Artikel.

Jedes Kind weiß es: Rauchen ist ungesund. Zigaretten enthalten rund 4.800 chemische Substanzen, darunter 250 Gifte wie Arsen, Blei und Kohlenmonoxid. Viele von ihnen verursachen Krebs. Trotzdem stecken sich 17,5 Millionen Deutsche regelmäßig einen Glimmstängel an.

Rauchende Eltern gefährden durch ihre Sucht nicht nur sich, sondern oft auch ihre Kinder. Der Qualm einer Zigarette gefährdet Kinder sogar deutlich stärker. Ihr Körper entwickelt sich noch und reagiert sensibler auf die eingeatmeten Giftstoffe.

Passivrauchen gefährdet Kinder

Aufgrund einer höheren Atemfrequenz nehmen die Kleinen die Chemikalien schneller auf. Gleichzeitig bauen sie sie langsamer ab. Die Folge: Die Konzentration von Schadstoffen im Körper ist deutlich höher als bei Erwachsenen. Darunter leiden die Abwehrkräfte. Krankheitserreger breiten sich im Körper leichter aus und betroffene Kinder sind häufiger krank. Sie leiden oft unter:

  • Bronchitis
  • Lungenentzündungen
  • Asthma und anderen Atemwegsentzündungen
  • Mittelohrentzündungen
  • Allergien
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel

Ein weiteres Argument für eine rauchfreie Umgebung liefern Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Die Mediziner haben über mehrere Generationen hinweg Krebserkrankungen innerhalb von Familien untersucht. Das Ergebnis: Kinder in Raucherhaushalten haben ein erhöhtes Risiko, im Verlauf ihres Lebens an Krebs zu erkranken.

Wohnung rauchfrei halten

Für eine rauchfreie Wohnung zu sorgen, ist leichter gesagt als getan: Die ungesunden Gifte setzen sich überall fest. Egal ob in Tapeten, Vorhängen oder Möbeln – sie nisten sich ein und halten auch intensivem Lüften stand. Selbst an Körperteilen eines Rauchenden wie Mund oder Fingern und an der Kleidung bleiben die Schadstoffe hängen. Über Berührungen geben Eltern die Gifte an Kinder und Babys weiter, ohne es selbst zu merken.

Wie Eltern ihre Kinder vor Zigarettenrauch schützen

Rauchfreie Wohnung

Weder Sie noch Ihre Gäste sollten in der Wohnung rauchen. Erklären Sie ihnen, warum Ihre Wohnung rauchfrei ist. Viele Raucher wissen gar nicht, wie sehr Tabakrauch Kindern schadet.

Rauchfreies Auto

Durch den begrenzten Raum im PKW ist die Konzentration des Rauchs dort noch gefährlicher. Auch im Wagen reicht es nicht aus, kurz das Fenster runterzulassen. Halten Sie deshalb das Auto konsequent rauchfrei.

Rauchfreie Umgebung

Ihre Kinder sollte sich prinzipiell nur an rauchfreien Orten aufhalten. Bitten Sie auch Großeltern, Babysitter und andere Bezugspersonen, nicht zu rauchen, wenn Ihre Kinder dabei sind.

Rauchfreie Wohnung
Rauchfreies Auto
Rauchfreie Umgebung

Problematisch ist zudem, dass rauchende Eltern ein schlechtes Vorbild abgeben. Die Konsequenz: Wenn beide Eltern ständig süchtig zur Zigarette greifen, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 24 Prozent, dass ihre Kinder später ebenfalls rauchen. Sie sinkt auf 12 Prozent, wenn beide Elternteile ohne Zigaretten auskommen. Darüber hinaus vermitteln rauchende Eltern das falsche Bild, dass der Glimmstängel zum Erwachsenwerden gehört.