Die AOK-Initiative für Familien
Mutter cremt ihre Tochter mit Sonnenmilch ein.
Ungesundes Sonnenbad

 

 

Sonnenbrand: Kinderhaut vor Sonne schützen

Wir brauchen die Sonne, um glücklich zu sein. Gleichzeitig stellen ihre ultravioletten Strahlen ein Gesundheitsrisiko für Sie und Ihre Familie dar. Wie Sie Ihre Kinder vor einem ungesunden Sonnenbrand bewahren, lesen Sie hier.

Egal ob im Freibad, auf dem Spiel- oder Bolzplatz – Kinder lieben es, im Sommer mit ihren Freunden unter freiem Himmel zu spielen. Am besten den ganzen Tag. Dabei scheint ununterbrochen die Sonne. Die Folge: Ohne Schutz bekommen Ihre Kinder ganz schnell einen Sonnenbrand – das ist schmerzhaft und gefährlich.

Wie Sie Ihre Kinder vor der Sonne schützen

Mittagssonne meiden

Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Ihre Kinder im Schatten oder im Haus bleiben. In dieser Zeit gilt es, direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeit zu vermeiden.

Sonnencreme – auch im Schatten

UV-Licht kommt nicht nur von oben, sondern reflektiert in alle Richtungen – insbesondere am Wasser oder bei Schnee. Darum sollte sich Ihre Familie auch im Schatten eincremen.

Nachcremen nicht vergessen

Cremen Sie die Haut Ihrer Kinder bei längeren Aufenthalten im Freien ruhig mehrmals ein. Durch Schweiß, Abrieb oder Aufenthalte im Wasser verringert sich der Schutz – auch bei wasserfesten Cremes.

Stoff gegen Sonnenbrand

Ihre Kinder sollten weite Kleidung und Hüte mit breiter Krempe tragen. Mehr als Arme und Beine sollten den UV-Strahlen nicht ausgesetzt sein. Dicht gewebte Kleidung schützt besser als dünne.

Gütesiegel

Wenn Sie UV-Schutzkleidung kaufen, sollte diese das Gütesiegel "UV-Standard 801" tragen. Sonnenbrillen sollten im besten Fall ein CE- und ein UV-400-Siegel haben.

Mittagssonne meiden
Sonnencreme – auch im Schatten
Nachcremen nicht vergessen
Stoff gegen Sonnenbrand
Gütesiegel

Die Gefahr ist groß, dass Sie und Ihre Familie das schädliche UV-Licht, das von der Sonne ausgeht, unterschätzen. Denn leider können Kinder und Erwachsene ultraviolette Strahlen nicht mit eigenen Augen wahrnehmen. Dementsprechend schwer fällt es ihnen, die Stärke der Sonne zu jeder Tages- und Jahreszeit richtig einzuschätzen.

Gefährliches UV-Licht

Beim Abwägen der Risiken hilft Ihnen eine Faustformel: Je höher die Sonne am Himmel steht, desto intensiver ist die schädliche UV-B-Strahlung auf der Erde. Gleiches gilt für die geografische Lage. Macht Ihre Familie Urlaub in der Nähe des Äquators, ist das UV-Licht noch stärker und gefährlicher.

Was ist der UV-Index:

Der UV-Index (UVI) gibt an, wie intensiv die UV-B-Strahlen an einem bestimmten Ort gerade sind. Je höher der UVI-Wert, desto stärker die Strahlung und desto höher die Sonnenbrandgefahr. Den UVI können Sie im Internet auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes abrufen.

Aber auch in Deutschland gilt: Cremen Sie Ihre Kinder immer ordentlich ein, bevor sie nach draußen gehen. Kinderhaut reagiert sehr empfindlich auf zu viel Sonne, da ihr Eigenschutz sich noch entwickelt. Gerade UV-Strahlung richtet schnell großen Schaden an. Beim Auswählen und Auftragen des Sonnenschutzes sollten Eltern einige Punkte beachten:

  • Verwenden Sie nur speziell für Kinder geeignete Sonnenschutzmittel.
  • Die Sonnencreme für Ihre Kinder sollte mindestens den Lichtschutzfaktor 20 haben und sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlen blocken.
  • Bereits eine halbe Stunde vor Verlassen des Hauses sollten Sie alle unbedeckten Körperstellen sorgfältig eincremen.
  • Tragen Sie ausreichend Creme, Gel oder Spray auf. Andernfalls wirkt der Lichtschutzfilter nicht richtig.
  • Wichtig zu wissen: Die auf der Verpackung angegebene Schutzdauer verlängert sich durch wiederholtes Eincremen nicht.
  • Orientieren Sie sich bei der Wahl des Sonnenschutzmittels an den Testergebnissen der Stiftung Warentest: Sie hat sie hat zehn Produkte für gut befunden.

Hautkrebsgefahr

Untersuchungen zeigen, dass bereits drei schwere Sonnenbrände im Kindesalter ausreichen, um das Risiko von Hautkrebs um das Drei- bis Fünffache zu erhöhen. Vorsicht! Die empfindliche Haut von Kindern leidet stärker unter einer hohen UV-Belastung als die Haut von Erwachsenen.