Die AOK-Initiative für Familien
Kind spielt mit Zuckerstückchen
Wo versteckt sich der Zucker?

 

 

Zuckerfalle! So viel Zucker ist drin

Schokoriegel oder Cola enthalten jede Menge Zucker, ist ja klar. Aber wissen Sie auch, wie viel Zucker in Cornflakes oder fertiger Tomatensoße steckt? Wir haben Tipps, wie Sie als Eltern versteckten Zucker erkennen und bewusster einkaufen.

Wenn Sie beim Shoppen im Supermarkt mit Ihrer Familie herausfinden möchten, wie viel Zucker fertig zubereitete Lebensmittel enthalten, lohnt sich ein Blick auf die Verpackung. Doch nicht immer ist der Zuckergehalt auf den ersten Blick zu erkennen.

Süßer als gedacht

Hersteller setzen nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Grundnahrungsmitteln wie Brot reichlich Zucker zu. „Ohne Zuckerzusatz“ – klingt gut? Aber auch bei vermeintlich gesunden Lebensmitteln sollten Sie genau hinschauen. Müslis mit Trockenfrüchten enthalten zum Beispiel von Natur aus viel Zucker, das Gleiche gilt für Fruchtsäfte. Nicht selten ersetzt die Industrie bei zuckerarmen Produkten Zucker durch andere Zuckerarten, die ebenso viele Kalorien haben und ebenso ungesund sind.

Zucker hat viele Namen

Neben Saccharose, also Kristall- oder Haushaltszucker, listen die Hersteller auf der Verpackung viele andere Süßungsmittel auf: Dazu gehören Dextrose, Invertzuckersirup, Maltodextrin, Süßmolkenpulver oder Gerstenmalzextrakt. Hinter all den Bezeichnungen steckt am Ende eines: Zucker in unterschiedlichen Formen. Die AOK-App „Bewusst einkaufen“ lässt sich davon nicht verwirren und hilft Ihnen unter anderem, den wahren Zuckergehalt von Produkten zu erkennen:

AOK-App „Bewusst einkaufen“

Rot, Gelb oder Grün? Scannen Sie beim Einkaufen einfach den Strichcode Ihrer Lebensmittel. Mit der AOK-App „Bewusst einkaufen“ finden Sie schnell und einfach heraus, wie viel Zucker, Fett oder Salz ein Produkt enthält. Mehr zur App:

Unglaublich süß – Rotkohl, Ketchup & Co.

Was viele Eltern und Kinder nicht ahnen: Auch Fruchtjoghurts, Fertigsoßen, löslicher Cappuccino, Tomatenketchup, Gewürzgurken oder Rotkohl strotzen nur so vor Zucker. Bis zu sieben Zuckerwürfeln stecken bei sehr süßen Fruchtjoghurts in einem 150-Gramm-Becher. Manche Ketchup-Sorten enthalten pro Esslöffel bis zu eineinhalb Würfel.

Mit oder ohne Zucker? Die Verpackung verstehen

Seit 2016 müssen Hersteller angeben, wie viel Gramm Zucker sich insgesamt in 100 Gramm ihres Produkts verbergen. Die Information finden Sie in der Nährwerttabelle auf der Verpackung. In der Liste erscheinen alle Zutaten der Menge nach: Steht Zucker ganz oben, enthält die Nuss-Nougat-Creme Ihrer Kinder zum Beispiel mehr Zucker als Nüsse.

Mehr selbst zubereiten und Zucker sparen

Die meisten Fertigprodukte enthalten zu viel Zucker. Wenn Ihre Kinder beim Frühstück auf Cornflakes nicht verzichten wollen, versuchen Sie, an anderer Stelle Zucker einzusparen. Die Devise: Bereiten Sie möglichst viel selbst zu und kochen Sie abwechslungsreich, mit frischen, natürlichen Lebensmitteln.