Die AOK-Initiative für Familien
Viele Kinder haben Akne. Die richtigen Pflegetipps helfen
Akne behandeln – mit der richtigen Gesichtspflege

 

 

  • Pickel
  • Akne
  • Gesichtspflege
  • Pubertät

Akne: Was hilft gegen Pickel?

Drei von vier Teenagern sind während der Pubertät von Akne betroffen, Jungen häufiger als Mädchen. Ein Allheilmittel gegen die Erkrankung der Talgdrüsen gibt es nicht, wohl aber einige Tipps, mit denen sich Ursachen und Symptome lindern lassen.

Mit der Pubertät wird die Haut bei Jungen und Mädchen meist pickelig. Das liegt daran, dass sich mit der Hormonumstellung die vorher mikroskopisch kleinen Talgdrüsen vergrößern und vermehrt Talg produzieren. 

Zusätzlich vermehren sich häufig die Hornzellen im Ausgang der Talgdrüsen und verstopfen den Ausgang. In den Talg, der nicht mehr abfließen kann, nisten sich dann Bakterien ein. Sie verursachen die typische Entzündung der umliegenden Haut.

Info:

Akne hat nichts mit mangelnder Hautpflege zu tun. Die Haut sollte mit normalen Pflegemaßnahmen gereinigt und entfettet werden.

Auf die Menge oder Zusammensetzung des Talgs oder die Verhornung haben Nahrungsmittel keinen direkten Einfluss. Allerdings wird der übermäßige Verzehr von Milch und Milchprodukten oder Eiweißkonzentraten mit der Pickelbildung in Verbindung gebracht.

Mit Kompresse, Handschuhen und Lanzette gegen Akne

So sehr es die Teenies auch juckt: Sie sollten die Pickel nicht einfach so mit den Fingernägeln ausdrücken. Denn das kann zu unschönen Narben führen.

Außerdem wird der Eiter in das umgebende Hautgewebe gedrückt und entzündet dort weiteres Gewebe: Die Bakterien werden auf bislang noch nicht infizierte Mitesser übertragen.

3 Formen der Akne
75 Prozent aller Jugendlichen haben "Pubertätsakne"
70 Prozent sollte der Alkohol haben, mit dem Sie desinfizieren

Wenn man Mitesser und Pickel öffnen will, so sollte das immer fachgerecht und mit guter Vorbereitung erfolgen:

  • Vorher warm duschen oder baden. Am besten öffnen sich die Poren mit einer Gesichtssauna. Man kann den betroffenen Hautbereich auch mit einer heißen, feuchten Kompresse zehn Minuten lang einweichen.
  • Hände und Gesicht sorgfältig mit Seife waschen, besser noch: Handschuhe tragen.
  • Der Pickel muss reif sein, das heißt er ist oberflächlich sichtbar.
  • Pickel mit einer sterilen Lanzette, die es in der Apotheke gibt, leicht anstechen.
  • Pickel keinesfalls mit ungeschützten Fingernägeln ausdrücken, sondern sanft aus der Tiefe heraus mit den weichen Fingerkuppen.
  • Eiter mit einem sauberen Kosmetiktuch aufnehmen.
  • Die Haut nach jeder Behandlung desinfizieren – zum Beispiel mit 70-prozentigem Alkohol. Eine Zinksalbe kann helfen, eine Entzündung zu vermeiden.

Wann ein Kind mit Akne zum Arzt gehen sollte

Mit schwerer Akne sollte man zum Arzt gehen. Er kann sagen, was hilft und ob vielleicht rezeptpflichtige Mittel notwendig sind.

Info:

Je nach Schweregrad werden drei Akneformen unterschieden:

  • Leichte Akne (Acne comedonica): viele Mitesser (Komedonen), die sich nur selten entzünden
  • Mittelschwere Akne (Acne papulopustulosa): entzündete Mitesser mit zahlreichen geröteten Knötchen (Papeln) und mit Eiter gefüllten Follikeln (Pusteln)
  • Schwere Akne (Acne conglobata): mit vielen Pusteln und stark entzündeten Knoten übersät. Am Körperstamm sind große Flächen der Haut völlig zerstört.

Fazit

Akne ist bei Pubertierenden weit verbreitet. Doch nur wenige Teenager sind von einer schweren Akne betroffen. Meist helfen bereits die richtigen Pflegetipps – und Geduld.

Ein Arztbesuch ist nur selten notwendig. Allerdings leiden die Kinder meist sehr unter der Akne. Eltern sollten ihre Sorgen deshalb ernst nehmen und Verständnis zeigen.