Die AOK-Initiative für Familien
Cybermobbing

 

 

Das hilft bei Cybermobbing

Tipps von SCHAU HIN-Mediencoach Kristin Langer*.

Wenn du sauer, wütend oder eifersüchtig auf jemanden bist,

sprich am besten direkt mit der Person oder mit deinen Freunden darüber. Kommentare in digitalen Kanälen sind kein guter Platz um Luft abzulassen, wenn du dich ärgerst oder enttäuscht bist.

Vereinbare mit deinen Klassenkameraden und Freunden, 

wie ihr mit euren Fotos und denen von anderen umgeht. Jeder darf selbst bestimmen, wer seine Fotos sehen und wer sie weitergeben darf. Bevor du Fotos von anderen weiterleitest, frag immer nach, ob die Abgebildeten einverstanden sind. Das ist vielleicht unpraktisch, aber fair und rechtlich sicher. Denn jeder hat das Recht am eigenen Bild. 

Was für dich und andere lustig ist, 

verletzt jemand anderen vielleicht. Überleg am besten immer, was eine Nachricht oder ein Post für denjenigen bedeutet, den es betrifft. Das ist im Grunde leicht, denn jeder schätzt Fairness. Niemand möchte lächerlich gemacht werden oder falsche Behauptungen über sich lesen. 

Hol dir Hilfe, wenn dir etwas komisch vorkommt.

Wenn du nicht weißt, was andere hinter deinem Rücken tun oder wer Kontakt zu dir aufnimmt, erzähle es Personen, denen du vertraust. Freunde, Verwandte, Eltern oder Vertrauenslehrer können dir helfen. Am Smartphone kannst du Kontakte blockieren und in Netzwerken Belästigungen melden. Hilfe im Netz gibt es außerdem bei www.nummergegenkummer.de und www.juuuport.de

Mutig sein,

wenn andere online gemobbt werden, kannst du, indem du dich für sie einsetzt. Rede drüber, was du nicht in Ordnung findest und zeig Mitgefühl. Wenn andere dich auffordern, mitzumachen, sag „Nein“. Und wenn ein guter Freund oder eine Freundin beteiligt ist, versuche die Mobber zu stoppen. Allerdings, geh behutsam vor, um dich nicht selbst zu gefährden.

Mach dich unerreichbar, 

indem du Attacken von Mobbern absichtlich ignorierst, sofern dir das möglich ist. Bei manchen Aktionen ist es offensichtlich, dass es den Verursachern in erster Linie darum geht, Reaktionen zu provozieren. Wenn du nicht reagierst, erreichen sie ihr Ziel nicht. Manchmal hilft auch, sich mehrere Tage aus einem Chat zurückzuziehen.

Respektvolles und faires Miteinander

gilt auch und besonders für die Kommunikation in digitalen Kanälen. Weil du nicht 

sofort die Reaktion deines Gegenübers in seinem Gesicht ablesen kannst, ist es gut, immer rücksichtsvoll und nett miteinander zu chatten. Besprecht Streit und Stress lieber persönlich. Damit vermeidest du Missverständnisse und Ärger.

*www.schau-hin.info ist ein Medienratgeber für Familien, bei dem sich deine Eltern über wichtige Fragen nicht nur zum Thema „Cybermobbing“ informieren können.