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Ich geh mit meiner Laterne

 

 

Laterne selbst basteln – Spaß für die ganze Familie

Der 11. November ist der Tag des heiligen Martin. Jahr für Jahr ziehen Kinder und Eltern dann durch die Straßen. Traditionell dreht sich am Martinstag für viele Kinder alles um leckere Weckmänner und um selbstgebastelte Laternen. Wir haben eine einfache Bastelanleitung für die ganze Familie.

Die Geschichte von Sankt Martin beginnt in Frankreich zur Zeit der Römer. Der Überlieferung nach war Martinus ein einfacher römischer Soldat, der in der Stadt Amiens lebte. An einem bitterkalten Tag zerteilte er kurzerhand seinen Mantel mit dem Schwert und schenkte die Hälfte einem frierenden Bettler. Für diese Tat wird er bis heute von gläubigen Christen als Heiliger verehrt: als Vorbild für Mitgefühl, Großzügigkeit und Nächstenliebe.

316 oder 317 nach Christus kam Martin im heutigen Ungarn zur Welt.
40 Jahre war Martin alt, als er die Armee verließ und Mönch wurde.
372 nach Christus wurde Martin zum Bischof von Tours geweiht.

Warum wir mit Laternen durch die Straßen ziehen

Am 11. November, dem Todestag des heiligen Martin, veranstalten viele Städte und Gemeinden funkelnde Laternenumzüge. Woher dieser Brauch stammt, ist nicht ganz klar. Ein möglicher Ursprung: Zum Dank für die Gaben der Natur zündeten Bauern im Herbst Feuer auf abgeernteten Feldern an, die wie Fackeln loderten. Andere glauben, dass die Tradition von der Lichterprozession herrührt, mit der Martins Sarg nach seinem Tod in die Stadt Tours gebracht wurde.

Martinslaterne selbst basteln macht Spaß

Schön gestaltete Laternen leuchten nicht nur draußen farbenfroh, sondern erhellen dunkle Abende auch auf der Fensterbank oder auf dem Wohnzimmertisch. Sich selbst eine Laterne zu basteln, macht nicht nur Kindern Spaß, sondern ist ein Vergnügen für die ganze Familie.

Das brauchen Sie für Ihre Laterne:

  • 1 runde Käseschachtel
  • 1 Bogen schwarzes Tonpapier DIN A3
  • 4 Blätter buntes Transparentpapier DIN A4
  • 1 Maßband
  • 1 Lineal
  • 1 Bleistift
  • 1 Klebestift
  • 1 Bastelschere
  • 1 Stück Draht
  • 1 Teelicht mit Teelichthalter


  1. Aus dem Deckel der Käseschachtel vorsichtig die Fläche ausschneiden.

  2. Im Anschluss ein Maßband um die ausgeschnittene Fläche legen und ihren Umfang ablesen. Zum Ergebnis weitere sechs Zentimeter addieren.

  3. Den errechneten Umfang mit dem Bleistift an der langen Kante des Tonpapiers markieren. Durch die sechs Extrazentimeter haben Sie hinterher genug Platz, um die Enden des Papiers fest zusammenzukleben. Die Höhe der Laterne nach Belieben festlegen und an der zweiten Kante einzeichnen.
  4. Mit Hilfe des Lineals Höhe und Breite der Laterne einzeichnen und mit der Schere die gesamte Fläche aus dem Tonpapier ausschneiden.

  5. Die Höhe des Schachtelbodens abmessen und auf der schon mit Bleistift markierten Seite des Tonpapiers mit dem Lineal einzeichnen.

  6. Die jeweils drei Zentimeter breiten Kleberänder der Laterne markieren. In diese Flächen keine Formen schneiden.

  7. Jetzt heißt es auf dem größten Feld mit dem Bleistift nach Herzenslust Formen und Motive aufzeichnen. Dabei auf genügend Abstand der Motive achten.

  8. Die Motive vorsichtig mit der Schere aus dem Tonpapier ausschneiden. So entstehen Löcher zum Durchgucken.

  9. Damit die Laterne später farbenfroh leuchtet, Stücke des bunten Transparentpapiers über die Öffnungen kleben.

  10. Einen Teelichthalter auf dem Boden der Käseschachtel mit Klebstoff befestigen.

  11. Die verzierte Fläche, mit dem Transparentpapier nach innen, gleichzeitig um den Boden und den Deckel der Käseschachtel wickeln. Den Zylinder mit Kleber am Rand der Schachtel befestigen.

  12. Nun das schwarze Tonpapier an den eingezeichneten Rändern mit dem Klebestift zusammenfügen.

  13. Von außen mit der Schere vorsichtig zwei gegenüberliegende Löcher in den Rand bohren und den Tragedraht befestigen.

  14. Teelicht in den Teelichthalter einsetzen. Fertig: Einen Laternenstab zum Tragen gibt es in vielen Geschäften.


Die Martinsgans

Auch die Martinsgans erinnert an das Leben des heiligen Martin. Nach seiner Tat wollte die Kirche ihn zum Bischof machen. Martin selbst hielt sich für ungeeignet. Darum versteckte er sich in einem Gänsestall. Weil das Federvieh ihn durch lautes Geschnatter verriet, wurde er trotzdem Bischof.