Die AOK-Initiative für Familien
Drei Kinder zelten mit ihren Eltern
Die Reise gemeinsam planen

 

 

Urlaub mit Kindern – sieben Reisetipps

Endlich Urlaub: Schule und Beruf machen Pause und Ihre Familie fährt gemeinsam in die Ferien. Was sollten Eltern bei der Reiseplanung beachten? AOK-Expertin Mechthild Witte gibt Tipps für einen Urlaub mit Kindern, den alle in bester Erinnerung behalten.

  • Was macht eine gute Urlaubsplanung aus? Es ist wichtig, dass Sie als Eltern die Wünsche Ihrer Kinder berücksichtigen. Eltern kennen ihre Kinder: Sind sie beispielsweise Wasserratten, sollten Sie nach einer Unterkunft am Meer oder mit Swimmingpool Ausschau halten. Achten Sie bei der Planung darauf, dass es am Urlaubsort gleichaltrige Spielgefährten und ein gutes Angebot für Kinder gibt.

  • Was können Eltern bei der Auswahl der Unterkunft beachten? Eine kinderfreundliche Ferienanlage bietet Unterhaltung für Ihre Kinder und entlastet Sie als Eltern. Das soll aber nicht heißen, dass Sie Ihre Kinder morgens bei der Kinderbetreuung abgeben und abends wieder abholen. Es ist wichtig, dass Ihre Kinder den Urlaub als gemeinsame Zeit mit den Eltern wahrnehmen. 

Reisen in ferne Länder sind für Familien mit kleinen Kindern nicht das Richtige. Auf Langstreckenflügen haben Kleinkinder oft keinen eigenen Sitzplatz und werden schnell unruhig.

  • Wann fühlen sich Kinder im Urlaub wohl? Wie zu Hause brauchen Kinder auch im Urlaub feste Größen und Gewohnheiten, um sich wohl zu fühlen. Die Anwesenheit der Eltern ist natürlich durch nichts zu ersetzen. Aber auch Gegenstände wie der vertraute Buggy oder das Reisebett sorgen für Sicherheit. 
  • Wie lange sollten Kinder im Urlaub schlafen? Kinder sollten nicht viel länger oder kürzer schlafen als zu Hause auch. Ausreichend Schlaf ist ein Grundbedürfnis und vermittelt Kindern Sicherheit, ebenso wie vertraute Rituale. Darum sollten Sie als Familie auch im Urlaub Ihre Gewohnheiten pflegen. 
  • Städtereisen, Zelten oder All-inclusive-Urlaub: Was eignet sich besonders für den Urlaub mit Kindern? Die Art des Reisens muss zu Ihrer Familie passen. Wenn Sie als Eltern wahnsinnig gerne zelten, wird Ihr Kind aller Voraussicht nach ebenfalls Spaß am Campen haben. Gleiches gilt für Städtereisen oder All-inclusive-Urlaube. Geben Eltern ein positives Vorbild ab, gelingt der Familienurlaub mit großer Wahrscheinlichkeit.

An exotischen Urlaubsorten leiden Kinder mehr als Erwachsene unter Zeitverschiebung, Hitze oder ungewohntem Essen. Weil ihre Haut dünner ist, bekommen sie schneller einen Sonnenbrand. Dazu kommt, dass manche Reiseimpfungen für Kleinkinder nicht unbedingt geeignet sind.

  • Ab welchem Alter können Kleinkinder im Flugzeug fliegen? Schon mit Säuglingen können und dürfen Sie fliegen. Ich würde jedoch warten, bis Ihr Kind zwei oder drei Jahre alt ist. Dann können Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn erklären: "Wir heben gleich ab. Um den Überdruck im Mittelohr auszugleichen, der beim Start entsteht, kauen wir Kaugummi. Dann ist es weniger unangenehm."
  • Wie machen Erwachsene Kindern langweilige Unternehmungen schmackhaft? Selbstverständlich können Sie Ihren Kindern im Urlaub sagen, dass sie gerne ins Museum gehen möchten und sich freuen würden, wenn Ihre Kinder mitkämen. So vermitteln Sie Wertschätzung und gewinnen Ihren Nachwuchs für den Besuch. Dabei sollten Sie darauf achten, wie Sie Ihren Kindern ausgewählte Sehenswürdigkeiten vermitteln. Museen bieten zum Beispiel häufig Führungen für Kinder an, die die Geduld der jungen Besucher ganz sicher nicht überstrapazieren.

Mechthild Witte ist Diplom-Sozialpädagogin und Diätassistentin. Sie arbeitet seit mehr als 20 Jahren für die AOK, unter anderem im AOK Ratgeber-Forum Eltern & Kind. Ihre Schwerpunktthemen sind Ernährung und Erziehung.