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Mädchen betrachtet neugierig einen Schmetterling
Kinder wollen alles wissen

 

 

Neugier – Kinder als Forscher und Entdecker

Kinder kommen mit unersättlicher Neugier auf die Welt. Sie wollen Ihre Umgebung entdecken, haben unzählige Fragen und sind erst zufrieden, wenn sie alles bis ins kleinste Detail verstehen. Wie Sie dafür sorgen, dass Ihre Kinder ihren Wissensdurst stillen können, lesen Sie in diesem Artikel.

Warum fliegen Flugzeuge? Wieso tragen manche Schnecken ihr Haus mit sich rum? Und warum geht das Garagentor von alleine zu? Kinder sind von Natur aus Forscher und Entdecker. Vom ersten Lebenstag an versuchen sie mit Ausdauer und Hingabe alle Dinge zu begreifen, die um sie herum passieren. Schon Neugeborene entdecken kurz nach der Geburt durch Betasten das eigene Gesicht. Nach wenigen Tagen beginnen sie, mit den Augen zielstrebig Neues zu entdecken.

Neugier hilft beim Lernen und Entdecken

Neugier treibt die Kleinen an. Sie ist der Drang, Tag für Tag mehr zu erfahren: Sie wollen Neues entdecken und Bekanntes vertiefen. Jeder Gegenstand und jeder beobachtete Vorgang sind Mysterien, die es zu verstehen gilt. So lernen Kinder Schritt für Schritt sich selbst und ihre Welt kennen. Stoßen sie aus ihrer Perspektive auf eine gute Lösung, probieren sie das Gelernte noch einige Male aus und festigen dadurch ihr Wissen.

Info:

Schon im Alter von wenigen Monaten suchen Kinder nach den Ursachen von Vorgängen und Ereignissen. Sie wollen verstehen, warum eine Sache so und nicht anders funktioniert.

Wenn Ihr Kind sein selbstgestecktes Ziel erreicht und ein Geheimnis gelüftet hat, freut es sich über den Erfolg. Eltern können dieses Gefühl durch Lob verstärken und zu weiteren Entdeckungen ermutigen. Aber Vorsicht: Schon die Jüngsten erkennen, wenn Sie dabei nicht ganz ehrlich sind. Für eine bestärkende Wirkung sollte Ihre Bestätigung von Herzen kommen. Ein halbherziges Lob durchschaut Ihr Nachwuchs sofort.

Wie Eltern die Neugier ihres Kindes fördern

Besonders fördern müssen Sie als Eltern den Wissensdrang Ihres Kinds nicht - lassen Sie Ihrem Nachwuchs einfach genügend Freiräume, die Neugier, Entdeckungsreisen und Ausprobieren ermöglichen.

Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts.Johann Wolfgang von Goethe

Mütter und Väter sollten entspannt bleiben, ihren Kindern Vertrauen schenken und sich selbst nicht allzu ängstlich verhalten. Zu große Bedenken bremsen den natürlichen Forscherdrang und verunsichern die kleinen Entdecker unnötig. Wohnung, Haus oder Garten sollten genug Freiheiten für interessante Entdeckungsreisen bieten.

Wissensdurst – alle Fragen kindgerecht beantworten

Eine weitere Möglichkeit, die kleinen Entdecker zu fördern, sind auskunftsfreudige und geduldige Eltern. Sobald Ihre Kinder sprechen können, gehen sie auch auf verbale Expeditionen und hinterfragen selbst abstrakte Zusammenhänge: Wie funktioniert eigentlich die Heizung? Und woher kommt das Mehl?

Aus einer Frage kann so schnell ein scheinbar endloser Fragenmarathon werden. Trotzdem sollten Sie als Eltern die Ruhe bewahren. Nur wer ruhig, ausdauernd und kindgerecht antwortet, fördert den Lernprozess seiner Kinder optimal.

Geborgenheit und Mut fördern Explorationsverhalten

Geborgenheit und Mut sind weitere wichtige Voraussetzungen für das sogenannte Explorationsverhalten. Kinder, die eine unsichere Bindung zu ihren Eltern haben, sind ängstlicher und weniger wissensdurstig. Darum sollten Sie Ihrem Kind regelmäßig Zeit und Aufmerksamkeit schenken: Durch Zuhören haben auch Sie die Chance, die Welt mit Kinderaugen neu zu entdecken.