Die AOK-Initiative für Familien
Eltern sind ein Vorbild für das Kind und sollten mit gutem Beispiel voran gehen. Doch was bedeutet das?
Mit gutem Beispiel voran

 

 

  • Vorbild
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  • Straßenverkehr
  • Regel
  • Persönlichkeit

Vorbild sein: Eltern als gutes Beispiel

Ob sie wollen oder nicht, Eltern geben ihren Kindern ein Beispiel – im Positiven wie im Negativen. Diese Vorbildrolle sollten sie ernst nehmen. Denn Kids lernen am Modell, wie die Psychologen sagen. Sie sind Nachmacher, indem sie die Erwachsenen in ihrer Umgebung beobachten und nachahmen. Eltern sollten ihren Kindern deshalb ein Vorbild sein.

Egal ob beim Frühstück, im Supermarkt, bei der Mediennutzung oder im Straßenverkehr: Kinder beobachten sehr genau, was um sie herum geschieht, und übernehmen häufig die Verhaltensmuster der Erwachsenen. In vielen Alltagssituationen können Eltern ihrem Nachwuchs das richtige Verhalten vorleben:

Beim Familienessen: Tischmanieren sind nicht angeboren, sie müssen erst trainiert werden. Das gilt auch für das Essen mit Messer, Gabel und Löffel. Außerdem können Regeln dabei helfen, Kindern das richtige Verhalten zu Tisch zu vermitteln. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Kind während des Essens aufsteht, sollten auch Sie sitzen bleiben und die Mahlzeit in Ruhe beenden. Auch was Sie essen, beeinflusst den Nachwuchs. Kinder registrieren sehr genau, ob auch bei den Eltern Gemüse auf den Tisch kommt oder zum Beispiel die Fertigpizza. Erklären, warum Gemüse gesund ist, hilft. Noch besser aber ist es, eine gesunde und ausgewogene Ernährung vorzuleben. 

Im Straßenverkehr: Wer bei Rot über die Straße geht, sollte sich nicht wundern, wenn Kids diesem Beispiel folgen und sich dadurch vielleicht in Gefahr bringen. Wer sich dagegen umsichtig und souverän durch den Straßenverkehr bewegt, hat gute Chancen, dass sich auch der Nachwuchs daran orientiert. Seien Sie ein gutes Vorbild – oder nehmen Sie Ihr Kind im wörtlichen Sinne an die Hand.

Beim Arbeiten und Lernen: Kindern können sich besser konzentrieren, zum Beispiel bei den Hausaufgaben, wenn sie durch nichts abgelenkt werden. Eltern sollten daher für eine ruhige Atmosphäre sorgen. Und auch selbst Vorbild sein: Lassen Sie den Fernseher oder das Radio aus, wenn Sie im Homeoffice arbeiten. Dann folgen auch die Kinder dem Beispiel leichter.

Eltern sind Vorbilder – im Straßenverkehr und beim Fernsehen

Bei der Mediennutzung: Nur noch schnell eine SMS beantwortet, mal eben was im Internet recherchiert – das geht doch alles problemlos während des Abendessens. Stimmt schon. Die Kinder allerdings ahmen das Verhalten nach und verstehen nicht, wieso sie das Handy zu Tisch weglegen sollen. Gleiches Recht für alle also – und ein medienfreies Essen.

Beim Einkauf: Ein Einkaufswagen voller Fertiggerichte, Süßigkeiten und Alkohol, aber die Kinder sollen sich gesund und ausgewogen ernähren? Die Rechnung geht in der Regel nicht auf. Gerade beim gemeinsamen Einkauf, der für die Kids ein schönes Erlebnis sein kann, ist die Auswahl der Produkte prägend. Eine Einkaufsliste hilft, die richtigen Sachen einzukaufen – und die Kinder in ihrem Einkaufsverhalten zum Nachahmen zu animieren.

In der Freizeit: Wer selbst aktiv ist, kann auch seine Kinder leichter zu sportlicher Betätigung animieren. Beziehen Sie Ihren Nachwuchs bei Ihren Aktivitäten mit ein, gehen Sie zusammen Inlineskaten oder zum Baden. Gerade gemeinsame Unternehmungen machen Kindern Spaß und vermitteln ihnen Freude an der Bewegung. Auch die Aktivität tut den Kindern gut, sie stärkt Wohlbefinden und Ausgeglichenheit. Übrigens: Schlechtes Wetter sollte keine Ausrede sein. Es gibt Indoor-Spielplätze oder Schwimmhallen.

Fazit: Kinder orientieren sich in ihrem Verhalten an Vorbildern. In der Regel nehmen die Eltern dabei eine Sonderrolle ein, weil sie gerade in den ersten Jahren stets präsent sind. Geben Sie den Kids ein gutes Beispiel und machen Sie das Richtige vor. Denn Kinder machen alles nach.